Sendai

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Gestern habe ich das Gebiet vom Tsunami 2011 besucht (bei dem auch das Atomkraftwerk Fukushima Daiitchi haveriert ist). Im Rücken das Meer sind die 3km bis Sendai heute unbebaut.


Vor dem Tsunami stand hier ein ganzes Dorf aus Holzhäusern und ein Wald. Zwei Stunden später waren nur noch die Grundmauern (im Vordergund) und das Gebäude der Grundschule (im Hintergrund) übrig, in das sich 320 Menschen gerettet haben.

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Tokyu

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Das Objektiv meiner Canon-Kamera war durch ein Sandkorn verklemmt und ist nicht aufgegangen. Ich bin hier in Tokio zum Canon-Service gegangen und habe gefragt, ob man sie reparieren könne. Der alte Herr konnte kaum Englisch. Eine Frau ist zum Übersetzen dazu gekommen. Nach etwa drei Minuten stummer Recherche im System wendet sich der Herr auf japanisch an seine Kollegin. Sie sprach mir ihr aufrichtiges Beileid aus: „Es gibt für dieses Modell leider keine Erstatzteile mehr. Wir können ihre Kamera leider nicht reparieren.“ Dann verbeugten sich beide gleichzeitig und tief — vor der Kamera, wie mir schien.

Wie dem auch sei, seit dieser Zeremonie öffnet sich das Kamera-Objetiv wieder.

Mir wurde heute gesagt, dass nur ca. 1/4 der Tokioter ein eigenes Auto hätten. Das erklärt die (im Verhätnis zur Anzahl der Menschen) wenigen Autos:

Und noch ein Detail: Die Stadtpläne sind stets so gedreht, dass die Stadt so vor einem Liegt, wie sie auf der Karte zu sehen ist, und nicht etwa so, dass Norden oben wäre. Das heißt auch, dass beim Herstellen jeder Karte bereits klar ist, wie die Wand orientiert ist an der sie einmal hängen wird. Wahnsinn (der Nodpfeil ist oben links).

Tokio

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Irgendwie sollte man es anders erwarten, aber die Stadt ist nicht so überfüllt wie man denken könnte — jedenfalls nicht dort wo ich wohne, in Ueno. Klar, Autos, Menschen, aber irgendwie ist doch genug Platz für alle da:

Auch (oder gerade) die Bäume dürfen wachsen, werden gepflegt und in Form gehalten:

Valetta

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Auch Maltas Hauptstadt Valetta ist eine einzige Festung — die mit der Zeit allerdings weit über ihre Stadtmauern hinaus gewachsen ist. Um die kleine, kalksteinerne, sandsteinfarbene, historische Altstadt herum wachsen moderne fast über die ganze Insel. Die seltenen Regenschauer fallen kräftig aus.

Gozo

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Direkt nördlich von Malta liegt eine weitere Insel, Gozo. Die Überfahrt dauert nur 20 Minuten, doch leider ist Gozo nur etwas weniger verbaut wie Malta selbst und der öffentliche Personennahverkehr ist mit Touristen vollkommen überlastet. Ein Hop-on-hop-off Bus fährt die Insel in Schleifen ab, was bedeutet, dass man knapp drei Stunden fährt und diverse Touristenfallen meiden muss, wenn man an einen Ort wenige Stationen vor der Start- und Endhaltestelle am Fährhafen möchte. Bemerkenswert ist, dass hier jeder Ort eine fette Kathedrale in der Mitte hat (gerade noch zu erkennen in der Mitte des Bildes, Gozos Hauptstadt Victoria):

Die lange Reise bis nach Xlendi hat sich gelohnt. Es gibt Fisch, einen kleinen Pfad aus dem Ort raus und eine schöne Aussicht nach Westen. Links im Bild ein Wachturm, neben den Kathedralen ein wichtiges Element der maltesischen Bebauung. Die Inseln waren aufgrund ihrer Lage im Mittelmeer wohl schon immer strategisch wichtig und wurden anscheinend von mehreren Großmächten nacheinander besetzt.

Mellieħa

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Malta ist hauptsächlich eine Ferieninsel, weil das Wetter so toll ist. Natur sucht mensch hier vergeblich, denn die Insel ist (gefühlt) fast vollständig bebaut. Die Architektur ist von rechten Winkeln geprägt — nicht gerade anthroposophisch, und so ergibt sich für Freunde der Wildnis ein merkwürdiges Gefühl der Verbautheit. Über das jedoch die vereinzelten alten, aufwendig gestalteten und teils in den Fels gebauten Kirchen, Klöster, Schlösser, Burgen und Türme etwas hinweg retten:

Das Meer hat allerdings noch Badetemperatur, auch wenn der Sandstrand vermutlich aufgeschüttet ist. Eigentlich hat Malta hauptsächlich Kiesstrände: